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Rund um den Rothenberg Vo 7

Auf dem Weg zur Qualitäts-Wanderregion

Text, Layout und Gestaltung: Harald Wokittel

„Wandern“ ist Gehen in der Landschaft. Dabei handelt es sich um eine Freizeitaktivität mit unterschiedlich starker körperlicher Anforderung, die sowohl das mentale wie physische Wohlbefinden fördert (Deutscher Wanderverband 2010).

Werbe Logo der Solling-Vogler-Region im Weserbergland

Wandern oder besser Spazieren gehen war früher eine Freizeitgestaltung der Familien und der älteren Generation. Heutzutage ist Wandern eine der beliebtesten Freizeitgestaltung für jung und alt. Im Jahr 2020 gab es in der deutschsprachigen Bevölkerung ab 14 Jahre rund 7,03 Millionen Personen, die häufig in ihrer Freizeit Wandern gingen. 31,8 Millionen gaben an, ab und zu zuwandern. Und, es werden immer mehr … .

Markierungszeichen
Rund um den Rothenberg

Im Rahmen der Qualitätsregionen Wanderbares Deutschland übernimmt die Solling Vogler Region die Ausschilderung mehrerer Wanderwege in ihrem Zuständigkeitsgebiet. Der Heimatverein Volpriehausen e. V. übernimmt hierbei als Weg Pate den Qualitätswanderweg „Vo 7 – Rund um den Rothenberg“ in Volpriehausen.

Um ein Qualitätswanderweg nach den Kriterien des Deutschen Wanderverbands zu sein, muss die Markierung lückenlos, fehlerfrei und eindeutig sein. Die Wege müssen so markiert sein, dass auch ortsfremde Wanderer ohne Kartenmaterial dem Wanderweg folgen können. Halbjährlich ist der Weg zu prüfen, ob die Wegpflege und die -qualität noch in Ordnung sind.

Seit Anfang November 2020 ist der Wanderweg „Vo 7 – Rund um den Rothenberg“ nach diesen Kriterien von Kerstin und Matthias Lütkenhaus sowie Harald Wokittel als Wege Paten ausgeschildert worden. Der Rundwanderweg, der 6,4 km lang ist, kann so durch diese Markierungen in beiden Richtungen erwandert werden.

Rundwanderweg Vo 7 – Rund um den Rothenberg – Foto: Solling-Vogler-Region im Weserbergland

Wegbeschreibung

Wir starten vom Parkplatz des Landhotels und wandern auf der geteerten Straße aus dem Hotelgelände heraus zum Waldrand hinauf. Wir unterqueren eine Starkstromleitung, passieren eine Köhlerhütte, die vom Hotel als Grillanlage genutzt wird und einen Sendemasten, bevor wir im Wald auf einen Querweg stoßen. Wir halten uns links und beginnen auf der gut ausgebauten Forststraße den langen Aufstieg zum Volperberg und dem Naturerlebnispfad. Immer wieder geht der Blick links hinüber zum Rehbachtal mit den Orten Schlarpe und Volpriehausen; im Hintergrund beeindrucken die Südhänge des Sollings. Nach teilweise heftigem Aufstieg durch ausgedehnte lichte Laubmisch- und auch dämmrige Fichtenbestände tritt nach rund 1,8 km der Wald zurück und links öffnet sich ein weites Wiesental.

Nur wenige Meter weiter erreichen wir den Eingang zum Naturerlebnispfades, der leider derzeit nicht ganz in Ordnung ist. Wir hoffen, dass das Forstamt Hann-Münden diesen bald wieder in Ordnung bringt und dieser so für die Wanderer wieder begehbar ist.

Im Jahre 1996 hat die Niedersächsische Forstverwaltung den unbedingt sehenswerten Erlebnispfad angelegt. An 13 Stationen, z. T. Aussichtsplattformen, erfahren wir dort alles Wissenswerte über den Wald; wir lernen die Bedeutung von Hecken, Streuobstwiesen, Still – und Fließgewässern, Nasswiesen, das Leben an den Waldrändern sowie die Bedeutung von Mischwäldern und Totholz kennen; auch über den früheren Basaltabbau wird informiert. Wer Zeit hat, sollte die Stationen abwandern oder zu einem späteren Zeitpunkt wiederkehren und den Naturerlebnispfad genießen.

Wir setzen unsere Wanderung auf der Waldstraße fort. Bald enden die Streuobstwiesen und wir gelangen an eine Weggabelung. Wir nehmen den rechten, wieder ansteigenden Weg um den südlichen Rothenberg und stoßen nach einem kurzen Rechtsbogen auf der Kuppe auf eine markante Wegekreuzung, die im Volksmund den Namen Stern trägt. Mit 380  Höhenmetern haben wir hier den höchsten Punkt unserer Wanderung erreicht. Links geht es zur Neuen Butterbuche und weiter ins Schwülmetal nach Schoningen, geradeaus führt der Weg hinab ins Tal der Wöseker Sommer- bzw. Winterhalbe bis nach Bollensen, wir aber setzen unsere Wanderung auf fast ebenem Weg rechts fort.

Bald erkennen wir zwischen den Buchenstämmen links unten die Wiesen der Wüstung Wösebeke. An der gleichnamigen hochgelegenen Quelle belegen heute noch der Steinschutt einer Kapelle und die Reste eines Glasofens des frühen 13. Jahrhunderts als Geländebefunde die frühere Existenz des Ortes. Weiter geht es bis zum nächsten Wegedreieck, das den interessanten Namen Rosenbank trägt. Hier lädt eine Bank zur Rast ein.

Gut erholt beginnen wir nun rechts auf der Forststraße den leichten, aber stetigen Abstieg zurück nach Volpriehausen. Wir bleiben auf diesem Hangweg; rechts oben imponieren die ausgedehnten Buchenbestände, die z. T. beeindruckend den Kamm des Rothenbergs herausheben, links geht der Blick immer wieder über das einladende Rehbachtal hin. Nach rund 2 km treffen wir wieder auf den Weg, auf dem wir unsere Wanderung begannen. Wir biegen auf diesen links ein, wandern hangabwärts zum Landhotel und kehren dort vielleicht ein, um die Eindrücke unsere Rundwanderung kulinarisch abzurunden. (Angepasster Text von der Solling-Vogler-Region im Weserbergland e.V.)